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Der Schmitzweg im Ganzen und Besonderen

Der Schmitzweg liegt in
Reinickendorf, genauer gesagt im Ortsteil Wittenau.
Er verläuft vom Olbrichweg bis zur Roedernallee.
Den jetzigen Namen führt die Straße seit dem 1.12.1936.
In der Zeit vor 1922 bis 1925 wurde sie Beusterstraße
genannt.
Schmitzstraße war ihr Name von 1925 bis 1936.
Ihren heutigen Namen verdankt sie dem Architekten
Bruno Schmitz, * 21.11.1858 Düsseldorf, † 27.4.1916
Charlottenburg.
Schmitz besuchte in seiner Geburtsstadt ein Gymnasium und studierte danach
von 1874 bis 1878 Malerei an der Düsseldorfer Akademie, wechselte jedoch
1876 zur Bauklasse der Akademie, um Architektur zu studieren. Nach
Beendigung des Studiums sammelte er vier Jahre in einem Atelier praktische
Erfahrungen im Bauwesen.
Er beteiligte sich an internationalen
Denkmalwettbewerben. 1881 erhielt er den ersten Preis für seinen Entwurf
des Viktor-Emanuel-Denkmals in Rom. Er gewann auch 1883 den Ausscheid für
das Gebäude des Oberösterreichischen Landesmuseums in Linz.
1884 ging
Schmitz nach Leipzig, um seine Kenntnisse in der Kirchenbaukunst zu
erweitern. 1885 ließ er sich in Berlin nieder und war zuerst mit kleineren
Arbeiten beauftragt, so 1885 mit dem Bau einer Wettersäule auf dem
Berliner Schloßplatz.
1888 reiste er in die USA und erhielt dort mehrere
Aufträge, Entwürfe für Denkmale bzw. Gebäude auszuarbeiten. In Berlin
beteiligte er sich ab 1890 am Wettbewerb um das Nationaldenkmal, das dem
deutschen Kaiser Wilhelm I.
gewidmet war. Er erhielt den ersten Preis, das
Denkmal wurde jedoch nie errichtet. Von Schmitz stammt das 1896
eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser. 1893 wurde in
Indiana, Bundesstaat Indianapolis (USA), das Siegesdenkmal, das nach
Entwürfen von Schmitz entstanden war, enthüllt.
1894 nahm ihn die
Königliche Akademie der Künste zu Berlin als Mitglied auf. In jener Zeit
wohnte Schmitz in Charlottenburg, Hardenbergstraße 24. 1896 entstand nach
seinen Plänen die Anlage für die Berliner Gewerbeausstellung im Treptower
Park. Schmitz löste sich bei seinen Entwürfen von den historisierenden "Neo"-Formen
seiner Zeitgenossen und errichtete wuchtige Baudenkmale.
Am 1.10.1898
begann unter Schmitz' Bauführung der Bau des Völkerschlachtdenkmals bei
Leipzig, dessen Einweihung am 18.10.1913 stattfand. Schmitz, der ab 1902
auch Mitglied der Dresdener Kunstakademie war, lieferte die Entwürfe für
das "Deutsche Haus" auf der Weltausstellung 1903/04 in St. Louis, USA. Ab
1905 wohnte er in dem nach seinen Entwürfen errichteten Haus in der
Charlottenburger Sophienstraße 11. Zwischen 1904 und 1906 wurden nach
seinen Entwürfen das "Gildenhaus" des Papier- und Druckgewerbes in der
Dessauer Straße 2, das Weinhaus Rheingold in der Bellevue-, Ecke Potsdamer
Straße in Kreuzberg sowie 1905 das Geschäftshaus "Automat" in der
Friedrichstraße 167/68 in Mitte gebaut. 1905 verlieh ihm die Technische
Hochschule Dresden die Doktorwürde, und 1913 erhielt er seine Benennung
zum Geheimen Baurat.
1936 erhielten Schmitzstraße, Beusterstraße und die mit ihr einen
Straßenzug bildende Straße Nr. 185 sowie der Fußweg Nr. 188 den Namen
Schmitzweg. Am 1.5.1978 wurde auch die Straße Nr. 187 so benannt.

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